Die graublaue Kartäuser Katze mit ihren orangenen Augen ist eine der optisch auffälligsten Katzenrassen. Sie stammt ursprünglich aus Frankreich und auch noch wird der französische Begriff „Chartreux“ häufig anstelle der deutschen Variation benutzt. Die Heimat der modernen gezüchteten Kartäuser Katze ist die Bretagne, auch wenn ihr Ursprung in Orient vermutet wird. Aus den Bergregionen Syriens, des Irans und der Türkei kam die Katze wahrscheinlich schon vor einigen Jahrhunderten nach Frankreich und war dort aufgrund ihres gleichmäßigen blaugrauen Fells sehr beliebt als Pelzlieferant.

Die Geschichte der Chartreux

Auch in der Bretagne streunten schließlich zahlreiche dieser blaugrauen Katzen wild durch die malerische Landschaft, darunter auf der Insel Belle Île. Hier fingen die Schwestern Suzanne und Christine Léger 1920 damit an, die wilden Katzen einzufangen und sie planmäßig zu züchten. Mit den Kartäusermönchen hat die Katze, wie häufig fälschlicherweise angenommen, nichts zu tun. Den Namen gaben ihnen die Léger-Schwestern aufgrund der blaugrauen Wollsorte „Pile des Chartreux“, die damals aus Spanien importiert wurde.

Die Zahl der gezüchteten Rasse-Chartreux war jedoch nach dem zweiten Weltkrieg so stark zurückgegangen, dass die wenigen noch vorhandenen Tiere mit der Britisch Kurzhaar verpaart wurden, die ebenfalls eine graublaue Fellfarbe besitzen. Auch die Perserkatze wurde eingekreuzt, so dass die heutigen Kartäuser-Katzen bis auf die Fellfarbe und die auffälligen Augen nicht mehr viel mit den Originalen aus der Bretagne gemeinsam haben. Seit 1977 ist die Chartreux wieder als eigenständige Rasse anerkannt. In Deutschland wurde die Chartreux vor allem von der Züchterin Elisabeth Roth populär gemacht. Die Nachkommen der „de Mumm“-Kartäuser gehören noch immer zu den gefragteste Tieren dieser Katzenrasse.

Das Aussehen der Kartäuser

Eine echte Chartreux lässt sich vor allem durch die höheren Beine von der Britisch Kurzhaar unterscheiden. Eine Chartreux ist mittelgroß bis groß, mit einem trapezförmigen Kopf, mittelgroßen Ohren und muskulösem Körperbau. Die männlichen Katzen sind dabei auffällig größer als die Weibchen.

Die Kartäuser Katze ist eine ideale Hausgenossin für Menschen, die tagsüber auch gut allein bleiben kann, sofern sie dann abends genügend Aufmerksamkeit bekommt. Als so ziemlich einzige Katze überhaupt lernt die Chartreux schnell auf ihren Namen zu hören und apportiert gerne Gegenstände wie ein Hund. Junge Katzen spielen gerne den Familienclown und können viel Unsinn aushecken. Zwar ist es möglich, die Kartäuser auch ausschließlich in der Wohnung zu halten, doch generell mag sie es lieber, wenn sie auch draußen frei umher streifen darf. Allgemein sind Kartäuser Katzen recht robust und pflegeleicht, auch wenn das dichte Fell einmal pro Woche gut gebürstet werden sollte.

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