Zahnprobleme bei der Katze

Obwohl Katzen insgesamt sehr saubere Tiere sind, die ihre Zahnpflege selbst bewältigen, besteht dennoch die Gefahr unterschiedlicher Zahnprobleme bei der Katze. Ironischerweise hat die moderne Haustierhaltung viel dazu beigetragen, dass immer mehr Katzen unter Zahnproblemen leiden. Dies hat unterschiedliche Gründe: So fressen Hauskatzen heute viel mehr Feuchtfutter, das zu Plaque und Zahnstein führt und somit wiederum Zahnfleischentzündungen begünstigt. Aber auch bestimmte Züchtungsformen begünstigen Zahnprobleme, zum Beispiel die sehr schmalköpfigen Abessinier: Ihre Zähne stehen so eng, dass in den Zwischenräumen Nahrungsreste hängen bleiben und somit Bakterien ungehindert wuchern können.

Zahnprobleme bei der Katze vorbeugen

Wer schon einmal versucht hat, sich der Katze mit einer Zahnbürste zu nähern, weiß, dass Mieze hier sehr ungehalten reagieren kann. Bei kleinen Kätzchen ist es oft leichter, sie nach und nach an das Zähneputzen zu gewöhnen, doch bei erwachsenen Katzen helfen meist nur noch Tricks: So lassen sich die meisten Katzen gerne mit spezieller Zahnpasta mit Fleischgeschmack täuschen: Davon wird einfach eine Kugel auf den Finger gegeben und mit diesem die Zähne der Katze eingerieben.

Hat sich jedoch schon Zahnstein gebildet, muss bei der Katze eine professionelle Zahnreinigung beim Tierarzt vorgenommen werden: Dabei werden die Zähne unter Narkose mit Ultraschall gereinigt. Ob dies notwendig ist, kann mit dem Tierarzt beim nächsten Routine-Check besprochen werden. Schätzungen zufolge leiden zwei von drei Hauskatzen in Deutschland unter Zahnstein.

Zahnfleisch-Entzündungen bei der Katze

Wurde mit der Prophylaxe nicht rechtzeitig begonnen, kann es zu einer Zahnfleisch-Entzündung bei der Katze kommen. Der Tierarzt spricht dann von einer Gingivitis, die manchmal auch mit einer Stomatitis einhergeht, einer Entzündung der Mundhöhlenschleimhaut. Beide Erkrankungen werden durch Bakterien oder Viren hervorgerufen, die sich im Maul der Katze angesiedelt haben.

Deutliche Symptome einer Zahnfleisch-Entzündung sind ein gerötetes oder gar blutendes Zahnfleisch, starker Mundgeruch und verstärkte Speichelbildung. Aufmerksame Katzenhalter können außerdem beobachten, dass die Katze nur noch ungerne frisst und dann ihr Futter oft sehr schnell und überhastet herunterschlingt um die Zahnschmerzen möglichst kurz zu halten. Ist die Zahnfleisch-Entzündung schon weit fortgeschritten, kann es auch zu Zahnausfall kommen.

Verantwortungsvolle Besitzer sollten bei einer Zahnfleisch-Entzündung nicht mit Globuli und ähnlichem hantieren, sondern die Katze zum Tierarzt bringen. Dieser muss mit Hilfe eines Röntgenbildes feststellen, ob die Bakterien/Viren womöglich schon den Kieferknochen angegriffen haben. Anschließend werden die Zähne professionell gereinigt und je nach Entzündungsart Antibiotika oder antivirale Mittel verschrieben. Der Zahnarzt kann auch spezielles Futter verschreiben, bis die Entzündung vollständig abgeheilt ist.

Vorbeugung von Zahnfleisch-Entzündungen bei der Katze

Genau wie beim Menschen ist eine regelmäßige Überprüfung der Zähne auf Plaque und Zahnstein das beste Rezept um Schäden zu vermeiden. Hilfreich ist es auch, der Katze nicht nur Nassfutter zu geben, sondern so viel wie möglich Trockenfutter. Spezielle Sticks zum Kauen können zusätzlich bei der Zahnpflege helfen, wenn die Mieze sich beharrlich der Zahnbürste verweigert.

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