Futtermittelintoleranz bei der Katze

So wie der Mensch bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgt, kann auch die Katze unter einer Futtermittelintoleranz oder einer Allergie leiden. Beides sind zwar Reaktionen auf die Nahrung, dürfen jedoch nicht leichtfertig in einen Topf geworfen werden.

Allergie oder Intoleranz?

Eine Futtermittelintoleranz ist die „leichtere“ Form der Unverträglichkeit: Aufgrund einer Störung im Stoffwechsel kann der Katzenkörper ein bestimmtes Nahrungsmittel nicht richtig verarbeiten. Dadurch kommt es zum Beispiel zu Blähungen, Durchfall oder Erbrechen. Bei einer Allergie kommt jedoch noch das Immunsystem ins Spiel, das sich aktiv gegen den scheinbaren Feind wehrt und dadurch eine Überreaktion auslöst. Selbst für den Tierarzt kann es schwer sein, zwischen einer Intoleranz und einer Allergie zu unterscheiden. Meist sind auch eine mehrwöchige Beobachtung der Katze und das Experimenten mit Futtermitteln (eine sogenannte Ausschlussdiät) notwendig um herauszufinden, was konkret die Reaktion auslöst.

Erste Symptome einer Futtermittelintoleranz

Wenn die Katze nach dem Fressen erbricht oder unter Durchfall leidet, kann eine Intoleranz dahinter stecken. Weitere typische Symptome sind Blähungen und Bauchschmerzen, Haarausfall und ein auffälliger Juckreiz. Auch Bindehautentzündungen, gerötete Haut oder Schnupfen können ähnlich wie beim menschlichen Heuschnupfen auftreten. Da diese Symptome jedoch eine vielfältige Ursache haben können, sollte die Katze auf jeden Fall dem Tierarzt vorgestellt werden um andere Erkrankungen auszuschließen. Der Tierarzt kann im Verdachtsfall auch eine Blutuntersuchung im Labor vornehmen um allergische Reaktionen anhand des Blutbildes zu ermitteln.

Liegt eine Futtermittelintoleranz vor, muss der Besitzer eine Ausschlussdiät planen: Dabei wird der Katze unterschiedliches Futter vorgesetzt um festzustellen, welches Futtermittel konkret zu den Symptomen führt. Oft handelt es sich dabei um bestimmte Proteine oder um Getreide, das heute vieler Katzennahrung beigemischt wird. Im Idealfall stellt sich schon nach 2-3 Wochen Fütterung heraus, dass die Katze eine bestimmte Sorte Katzenfutter mit Lamm oder Thunfisch nicht verträgt, so dass diese aus dem Ernährungsplan gestrichen wird.

Leben mit der Futtermittelintoleranz

Problematischer wird es, wenn die Katze einen Hauptbestandteil des Futters nicht verträgt, zum Beispiel Getreide. In diesem Fall müssen die Inhaltsstoffe der Katzennahrung sorgfältig geprüft werden, doch auch dies bietet keine 100%-ige Sicherheit. Viele Hersteller halten ihre Etiketten bewusst vage und erwähnen lediglich „tierische Nebenerzeugnisse“ oder „Getreide“ ohne darauf einzugehen, um welches Getreide es sich handelt.

Dann hilft nur der Wechsel zu speziellem Katzenfutter (mit entsprechendem Preisschild), der eigenen Zubereitung des Katzenfutters oder dem Umstieg auf das gerade populäre BARFen (Biologisch-Artgerechte Roh-Fütterung). Allerdings ist dies sowohl teuer als auch zeitaufwändig.

Wird das Katzenfutter selbst zubereitet, muss darauf geachtet werden, dass der Bedarf an Kohlenhydraten, Protein und Taurin gedeckt wird. Muss beispielsweise auf Weizen und ähnliche Getreideprodukte verzichtet werden, kann der Kohlenhydratbedarf durch Bohnen, Soja und gekochte Kartoffeln gedeckt werden. Um den Taurinbedarf zu decken, kann der Tierarzt spezielle Taurintabletten verordnen, die dem Futter beigemischt werden.

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