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Mehrere Katzen halten: So geht es

Katzen halten und Vergesellschaften.

Die Crazy Cat Lady ist heute ein geflügeltes Wort für alleinstehende ältere Damen, die sich mit einem Dutzend Katzen umringen. Ganz so schlimm muss es ja nicht kommen, doch tatsächlich geht der Trend dazu, statt einer Katze gleich zwei oder drei Stubentiger zu halten. Dagegen ist auch nichts einzuwenden, solange einige Spielregeln beachtet werden.

Übrigens: Fast alle Katzen sind auch über einen Artgenossen an ihrer Seite sehr glücklich, denn so ganz können wir Menschen den echten Katzen-Freund und Kumpel dann doch nicht ersetzen!

Katzen sind Einzeljäger – keine Einzelgänger.

Auch Katzen sind glücklicher zu zweit

Der Mythos, dass Katzen Einzelgänger sind, die nur alleine gehalten werden sollen, ist längst widerlegt. Die Fehlannahme wurde vermutlich daraus abgeleitet, dass Katzen gerne alleine auf die Jagd gehen, während Hunde lieber im Rudel unterwegs sind. Doch während die Katze am liebsten alleine im Freien jagt, kehrt sie anschließend gerne zu ihrem eigenen „Rudel“ zurück: Um zu spielen und zu kuscheln. Dies ist vor allem für Katzen wichtig, deren Besitzer berufsbedingt den ganzen Tag abwesend sind. Eine Katze die jeden Tag viele Stunden ganz alleine in einer Wohnung sitzt, wird schnell unglücklich und verkümmert. Bei Katzen, die auf dem Land leben und durch eine Katzenklappe kommen und gehen können wie sie wollen, ist dies nicht ganz so schlimm, da sie sich draußen beschäftigen können und häufig auch andere Katzen treffen. Dennoch: Auch Freigängerkatzen sind fast immer froh, wenn sie zuhause auch eine kätzische Gesellschaft an ihrer Seite haben.

Katzen halten – Als Paar oder Gruppen?

Generell gilt die Faustregel, dass die Anzahl der Katzen die Anzahl der Zimmer nicht übersteigen soll: Wer also in einer kleinen Zwei-Zimmer-Wohnung in der Großstadt lebt, sollte dort auch nur zwei Katzen halten. Denn auch wenn Katzen durchaus gesellig sind und gerne miteinander spielen oder gegenseitige Fellpflege betreiben, ist ihnen ein Rückzugsort wichtig, an dem sie ihre Ruhe vor der anderen Katze haben können.

Dazu sollten auch die Kosten nicht vernachlässigt werden: Eine Gruppe von vier Katzen ist vielleicht sehr glücklich miteinander, doch der Besitzer muss für alle vier Katzen Nahrung kaufen, Katzenklos bereitstellen (hier gilt die Faustregel: Eine Katzentoilette für jede Katze und dazu noch eine in Reserve) und regelmäßig mit ihnen für Impfungen, Entwurmungen und mögliche gesundheitliche Probleme zum Tierarzt gehen.Nicht vergessen sollte man den richtigen Katzenschlafplatz, der nun für mehr als eine Katze geschaffen werden muss. Und auch ein stabiler Kratzbaum muss her.

Generell sind zwei Katzen ausreichend – weitere Katzen sollten nur einziehen, wenn ausreichend Platz vorhanden ist und das Geld keine Rolle spielt. Man sollte nicht vernachlässigen, was es bedeuten kann, wenn nur eine Katze dauerthaft Krank wird (Krebserkrankung bei der Katze) oder aufgrund einer Unverträglichkeit oder Diät ein spezielles Futter benötigt (Katze zu dünn).

Welche Katzen miteinander vergesellschaften?

Ideal ist es, wenn zwei kleine Kätzchen gemeinsam einziehen. Vielleicht sogar als Geschwisterpaar? Eine ältere Katze, die früh von ihrer Mutter weggenommen wurde und jahrelang allein lebte, wird sich schwer tun, auf einmal ein putzmunteres Kitten zur Seite gestellt zu bekommen. Wichtig ist neben dem passenden Alter auch das Wesen der Katze: Treffen zwei dominante Kater aufeinander, kann es zu endlosen Revierkämpfen kommen. Trifft eine schüchterne Katze auf eine dominante Katze, wird sie vermutlich unter dem dominanten Tier leiden. Natürlich ist dies häufig nicht voraussehbar, so dass Besitzer nur darauf hoffen können, dass sich die neue Katze mit der älteren Katze verträgt.

Bei größeren Katzengruppen ist es meist leichter, wenn eine neue Katze hinzukommt, da sich diese automatisch eher der vorhandenen Gruppe anpasst. Katzenliebhaber sollten sich jedoch auch darüber im Klaren sein, dass eine größere Katzengruppe den Kontakt zum Menschen nur noch selten sucht, weil sie zu sehr miteinander beschäftigt ist. Bei Katzenpaaren ist diese Gefahr weniger ausgeprägt.

Katzen Vergesellschaften

Alter, Charakter und auch das Geschlecht spielen für eine erfolgreiche Vergesellschaftung eine wichtige Rolle. Es gibt zu dem auch Rassekatzen, die doch sehr darauf achten, für sich zu bleiben. Auch kann es passieren, dass eine Katze aus dem Tierheim eine Vorgeschichte hat, die das Vergesellschaften problematisch macht.

Die Folge einer problematischen Vergesellschaftung, die falsche Wahl des Katzenpartners können drastisch sein:

  • Rückzug der einen Katze.
  • Unsauberkeit.
  • Depressionen.
  • Mobbing unter den Katzen

Hier einige Tipps für eine erfolgreiche Katzen Zusammenführung

  1. Wenn die Möglichkeit besteht, sollten die Katzen schon bevor sie sich persönlich kennen lernen, ihre Düfte austauschen. Das kann über eine genutzte Decke oder ein genutztes Katzenbett geschehen. Das jeweilige Geruchsstück andere Katze sollte ruhig schon ein paar Tage vor Einzug der neuen Katze ins Haus kommen.
  2. Der Tag des Einzugs bedeutet für beinahe jede Katze viel Stress. Insbesondere für die Katze, die ihre gewohnte Umgebung verlassen muss und nach einer anstrengenden Reise in ihrem neuen Zuhause ankommt. Daher sollte für die neu dazukommende Katze erst einmal ein Rückzugsort, am besten ein ganzes Zimmer, geschaffen werden.
  3. Die neue Katze erhält nun Gelegenheit, zumindest einen Teil ihres neuen Zuhauses entdecken zu können, ohne gleich auf die andere Katze zu treffen. So kann die Katze sich auch den einen oder anderen Fluchtpunkt und Rückzugsort aussuchen. Natürlich sollten hier auch schon Katzenklo, Wasser und ein Futternapf für die Neue parat sein.
  4. Bitte nicht die Katze in einer Transportbox oder einem Katzenkennel der anderen zu präsentieren.
  5. Wenn die Zeit kommt, dass die neue Katze auf ihren neuen Katzenpartner trifft, ist es Zeit mit Leckerli und anderer positiver Verstärkung zu arbeiten.

Erfolgreiche Katzenvergesellschaftung kann dauern

Achtung: Es kann einige Tage, wenn nicht sogar Wochen dauern, bis sich die neue Katze an ihrer Umgebung und ihr neues Zuhause gewöhnt hat und sie auch akzeptiert wird. Mit jedem Neuzugang werden die Beziehungen aller Katzen untereinander neu gemischt. Es kann passieren, dass sich zwei schon befreundete Katzen auf einmal auch anfauchen. Auch hier kann dann positive Bestärkung, wenn wieder nicht gefaucht wird, helfen. Außerdem gibt es keinen ständigen Chef in einer Katzengruppe, sondern nur situationsabhängige. Das bedeutet, dass die eine Katze zum Beispiel beim Fressen der Chef ist, beim Spielen aber die andere. Auch diese Rollen können durch einen Neueinzug verändert werden.

 

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